Freitag, 3. Juli 2009

weitere Downloads vom Forum

Hier gibt's die restlichen Mitschnitte vom "Fishbowle":

Teil 1: Vorstellung der ersten Fishbowl-Gesprächspartner download (6,1MB)

Teil 2: Einführung Fishbowl - Gesellschaftliche Herausforderung verbindlicher Gemeinschaft und warum wir trotzdem kommunitär leben wollen download (17,5MB)

Teil 3: Kinder und Familienleben im kommunitären Kontext - Sinn und Grenze von Versprechen voreinander download (17,8MB)

Dienstag, 30. Juni 2009

Downloads vom Forum in Volkenroda

Jetzt gibts was auf die Ohren. Die beiden Inputs von Stefanie und Markus kannst Du hier als mp3 runterladen:

Stefanie (14,6 MB)
Markus (16,6 MB)

Montag, 29. Juni 2009

Bilder vom Forum in Volkenroda

Die Zeit in Volkenroda war echt der Hammer. Hier sind einige Bilder dazu:

 

mehr Fotos gibts hier.

Dienstag, 2. Juni 2009

Noch schnell, schnell anmelden!

In diesen Tagen läuft die Anmeldefrist fürs Forum ab. Also: noch schnell bis 05.06. unter kommunitaeten@emergent-deutschland.de anmelden!!! 

Freitag, 24. April 2009

Fabian im Kloster Königsmünster in Meschede

Fabse schreibt:
Letztes Wochenende besuchte ich das Benediktiner Kloster in Meschede. Es heißt Königsmünster und wird seit 1928 von Mönchen betrieben. Jedes Jahr zieht es mich in ein Kloster, egal welcher christlichen Ausrichtung es angehört. Gerade diese Unterschiedlichkeit inspiriert mich. Von der evangelischen Familien-Kommunität Siloah, das ökumenische Kloster Volkenroda, über unzählige evangelisch freikirchliche Lebensgemeinschaft, vom ägyptisch Orthodoxen Kloster in Brenkhausen bis hin zum katholischen Kloster in Meschede habe ich verschiedene Kommunitäten, Orden und Kloster besucht.

Sie haben gemeinsam, dass sie mich zu einer tiefen inneren Ruhe, zu neuer Ausrichtung (in welche Richtung zukünftig mein Leben gehen soll), aber auch zu einer neu bereicherten Spiritualität führen. Jede dieser christlichen Gemeinschaften verspüren einen besonderen Schwerpunkt, mit denen Gott sie beauftragt hat. Ich versuche ihren Ruf Gottes zu verspüren, wahrzunehmen – was Gott diesen Menschen an Stärken und Schwerpunkten. Meine Spiritualität hat sich dadurch sehr bereichert und ich merke, dass Gott viel größer ist, als ich immer dachte. Er sagt nicht zu der einen Gruppe, dass sie seine wahren Christen währen, sondern er lädt die verschiedensten Menschen und Richtungen ein, um mit ihm zu leben. Das zeigt für mich Gottes Größe, Toleranz und Barmherzigkeit. Barmherzigkeit deswegen, weil er auch um die Fehler und Schwächen der Menschen und Gemeinschaften weiß und ihnen trotzdem immer wieder vergibt und sie einlädt, gemeinsam mit ihm und anderen Menschen zu leben.

Ein Satz, den mir ein Mönch im Kloster Königmünster sagte, klingt mir immer noch nach und ich lasse ihn unkommentiert stehen:
„Das Christentum ist eine höchst-anspruchsvolle und eine höchst-barmherzige Religion.“


  1. Hoher Idealismus ist gut und nötig, sonst brauchen wir keine Gemeinschaft leben. Aber es braucht auch Geduld und Gottes Barmherzigkeit für mich und meine Geschwister.
  2. Zitat: „Das Christentum ist eine höchst-anspruchsvolle und eine höchst-barmherzige Religion.“
  3. Ich darf Selbstaufgabe niemals zum Programm einer Gemeinschaft machen. Sie darf es nicht verlangen, dass wäre Fundamentalistisch und unrecht. Jesus sagt, verleugnet euch selbst und nehmt mein Kreuz auf euch. Das reicht. Wie sind alle auf unterschiedlichen Wegen zu Gott. Jeder soll den Anspruch Jesu wissen, aber wie wir ihn umsetzen muss jeder selbst entscheiden.
  4. Wenn es ein Bruder oder eine Schwester ist, die wirklich das gleiche Anliegen hat - christliche Gemeinschaft zu leben – dann muss ich sie aushalten. Egal was sie tut oder wie sie scheint. Lieber einen schwierigen Bruder /Schwester mitgetragen, als einen richtigen Bruder/ Schwester ausgeschlossen. Barmherzigkeit leben…
  5. Aus der 34. Regel des heiligen Benedikt: Die Zuteilung des Notwendigen:Apg. 4,35: „Jeden wurde soviel zugeteilt, wie er nötig hatte“. Bei den Benediktiner ist es üblich, dass jeder etwas von dem nötigen zugeteilt bekommt, was er brauch. In der Regel heißt es weiter: „Wer weniger brauch danke Gott und sei nicht traurig. Wer mehr braucht, werde demütig wegen seiner Schwäche und nicht überheblich wegen der ihm erwiesenen Barmherzigkeit.“ Ich denke, ihr versteht den Gedanken dahinter. Wenn ich das einübe, verliere ich meine Gier, mein Selbstsucht nach mehr und Reichtum. Den anderen hingegen schätze ich und freue mich, wenn er etwas hat und sich freut. Sehr schwer zu leben, aber eine Befreiung in mir selbst, wenn es klappt.

Mittwoch, 8. April 2009

Flyer zum Forum im Juni


Also fleißig verteilen und natürlich selber anmelden!


Den Flyer kannst du auch hier downloaden.

Mittwoch, 25. März 2009

“Orte der Hoffnung - prophetische Zeichen” von Fab$e

Ich war vor kurzem für unsere Initiative: “Emergente Kommunitäten” auf einem Treffen für christliche (katholische & evangelische) Bewegungen, Initiativen, Kommunitäten und Werken eingeladen. Das “Treffen von Verantwortlichen” will sich auf der ökumenischen Ebene für die Einheit der verschiedenen Christen einsetzen. Es war super sich mit so erfahrenen, weisen Menschen zu unterhalten. Vom zölibatär lebendem ev. Mönch, bis zur katholischen Psychologin/Theologin…
Hier nun einige Gedanken, die ich mir notiert habe. Hier findest du die Gedanken meines Bruders Daniel Sickinger der auch für Emergente Kommunitäten dabei war.

Das Thema war: “Orte der Hoffnung - prophetische Zeichen”
Verschiedene Gedanken:

- Heilig sein heißt, das ganze Leben Gott hinzugeben, nicht einem Zweck wie der Mission, sondern Gott selbst. Wir können so „in Gott aufgehen“. Gesellschaft werden wir nur verändern, wenn wir solche „Heilige“ haben.

- Geschichte von Lazarus. Vordergründing ist der Tod. Ein Beobachter erkennt ganz realistisch: „Es stinkt“. Dies ist die Wirklichkeit. Aber Jesus sieht die Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit. Er erweckt Lazarus von den Toten. Der Tod ist vergangen, Neues ist geworden. Bei Gott ist nichts unmöglich. Jesus schenkt neue Hoffnung zur Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit.

- Die Partitur der Gemeinde Gottes auf Erden wird im Himmel geschrieben.

- Wir sollen nicht nur unsere Feinde lieben, sondern erst gar keine haben. Das ist die Art Jesu. „Feinde“ sind Freunde.

- Markus 2, 16&17: „Wie kann sich euer Jesus bloß mit solchem Gesindel einlassen!“ Jesus hörte das und antwortete: „Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um Menschen in die Gemeinschaft mit Gott zu rufen, die ohne ihn leben - und nicht solche, die sich sowieso an seine Gebote halten.“  Wenn Jesus unser Arzt ist… Warum brauchen wir als seine Gemeinde, als sein Leib auf Erden, einen Arzt? Wir sind alle „krank“ bzw. „unvollständig“ da keiner perfekt ist, aber Jesus ist perfekt und er heilt, wo wir krank sind und Heilung benötigen.

- Traditionen sind manchmal Mauern, die die Versöhnung stören. Traditionen sind aber auch manchmal der Weg zueinander, zu dem, was uns verbindet. Lassen wir die Traditionen uns dienen, damit sie uns zusammenführen?

- Gott bereitet eine Einheit, die uns überragt. Da wo der Feind geliebt wird, ist Einheit und Versöhnung möglich. Und viele Christen sind noch nicht einmal Feinde…! So sollten wir nicht gegeneinander kämpfen, sondern aufeinander zugehen.
- Die Wirtschaftskrise ist ein Fall in die Realität, ein zurückkommen in die Wirklichkeit.

- Hoffnung kommt immer durch Personen. Wenn ich z.B. Hoffnung brauche für die Ehe, denke ich an meine Eltern. Wenn ich Hoffnung brauche für arme Menschen, dann sehe ich Mutter Theresa. Wir haben in den Bereichen Hoffnung, wo wir Hoffnungsträger vor uns haben. Was sind deine Hoffnungsträger?

- Hoffnung entsteht durch erzählen und „sehen“ dürfen.

- Hoffnung ist nie gegen etwas, sondern für etwas. Die Christen waren erst gegen Kino, später kam die Pille, dann die Homosexualität und die Abtreibung. Wir waren gegen das alles und was hat es gebracht? Ernüchternd. Hoffnung schenken wir, wenn wir für etwas sind, wenn wir Alternativen bzw. gute Wege bieten.

- Der Kreissaal der Hoffnung beinhaltet Vertrauen (dem anderem das Gute unterschieben), Verantwortung (stehen für das was ich tue), Verfügbarkeit (du darfst mich oder meine Ressourcen haben. Das Geht als erstes an Gott und dann an die Menschen), Voraussicht (abzuwägen was kommt, wenn wir so leben wie wir leben), Versöhnung (die Dinge wieder in Ordnung bringen).

- Wenn ich einübe von meinen Fehlern zu reden, fällt es mir leichter und ich kann natürlich damit umgehen. Wenn ich nur sehr selten, über meinen Mist rede, baut sich eine große Sperre auf, damit locker umzugehen. Wie oft erzählst du über deine Fehler?
- Da steht eine ca. 80 Jährige, ungefähr 1,50 m große Frau vorne, aus einem Orden aus der Nähe Darmstadts, bei der es sehr viele interne Veränderungen gibt (z.B. ist die Gründerin gestorben) und sagt: „Neues ist eine Spezialität von Gott. Neues soll entstehen. Dabei soll nicht das Alte vergehen, sondern das Neue soll aus dem Altem hervorgehen!“ Und ich wusste, die hätte auch sagen können, das das Neue ja alles so schlimm ist: Die jungen Generationen, die Technik usw. Aber mit diesem Satz findet sie eine herrliche Verbindung zwischen Neuem und Altem. Danke!

- „Weil sie jeden Tag beten, haben sie keine (Berührungs-)Angst vor den Armen und keine Furcht vor den Mächtigen“.

- Uns geht es eigentlich sehr gut und daher jammern wir oft auf einem sehr hohen Niveau.

- Mitarbeiterführung: „Man muss den jungen Menschen ein wenig höher ansetzen, als er sich selbst einschätzt. Das nennt sich Vertrauenspädagogik

- Hoffnung steht in Gottes Licht, Glaube steht in Gottes Zuversicht. Liebe steht in göttlicher Kraft.

- Wir können Gott nicht verstehen oder ihn durch unseren Verstand erkennen. Nur durch Vertrauen können wir sehen.

- Ein von Gott gerufener und berufener Mensch geht, lässt alles liegen und zwar im Vertrauen darauf, dass Gott weiß was er tut.

- Wir können Gott nicht definieren, daher können wir auch den Menschen nicht definieren. Somit können wir Einheit nicht durch Abgrenzung (z.B. Dogmen) erlangen, sondern durch Beziehung, durch das gemeinsame Leben.